„Fair Isle“

Englische Barockmusik zwischen Melancholie, noblem Understatement und Humor

Musik von Henry Purcell, John Dowland, John Loeillet of London, Francis Barsanti u.a.

„Fair Isle“, die entlegenste bewohnte Insel Grossbritanniens liegt mitten im Ozean zwischen Schottland und Norwegen. Aus Francis Barsantis 1742 in Edinburgh gedruckter „Collection of Old Scots Tunes“ werden eine Auswahl in diesem Konzert erklingen. Barsanti, ursprünglich in Lucca geboren, war dem Bedarf nach italienischen Musikern folgend nach London gegangen und arbeitete dort als Instrumentalist und Komponist, auch als Kopist für Händel. Melancholie, nobles Understatement, „solemnity“ – würdevolle Feierlichkeit – aber auch immer wieder launiger Humor sind typisch für den Charakter der Barockmusik der Insel Grossbritanniens. Auch „Fairest Isle“, die berühmte Aria aus Henry Purcell`s Semi-Opera “King Arthur” wird in diesem Programm aufgegriffen. Jedoch nicht vokal, sondern rein instrumental – dies entspricht einer Praxis der Barockzeit, beliebte Opernmelodien für Instrumente zu transkribieren. John Dryden (1631-1700), der Librettist der Oper setzte hier Grossbritannien, the „Fairest Isle“, gleich mit Kythera, der Insel der Seligen. Aus ihrem musikalischen Reichtum stammen die Werke, die Iris Lichtinger und Axel Wolf für dieses Programm gewählt haben.

 Iris Lichtinger, Barockblockflöten und Axel Wolf, Laute & Theorbe